Achtung Satire

Relax, this is New Zealand!

von Gert Güntzel

Ein Reisebericht
Silke & Gert, Januar/Februar 2004


Neuseeland

…letztes Refugium der Wildnis, Wunderwelt der Wälder, Vulkane, Strände und Berge. Mit diesen Bildern im Kopf machten sich zwei Teutonen auf den weiten Weg, die Wälder, Vulkane, Strände und Berge zu durchstreifen.

Die Bilder galt es durchs Auge ins Hirn zu bannen und zudem durchs Objektiv in die allzeit bereite Kamera.

Da man kaum mal eben von Teutonien nach Auckland zum Frühstücken fährt - wie´s angeblich gerne mit Paris gemacht wird - nahmen sie sich satte zwei Monate Zeit, was etwa sechzig Frühstücken gleichkommt.

Silke & Gert

In sechzig Tagen gewinnt man, neben vielen Bildern, auch viele Einblicke in die wahre(!) Natur


und der Wechselwirkungen all dieser miteinander.

Mögen diese Einblicke auch teutonisch gefärbt sein, auf blinden Zufälligkeiten beruhen oder einfach nur völlig daneben sein - immerhin werden sie im folgenden sorgfältig gegliedert dargestellt, so dass sich jedermann bequem seinen Satz an nützlichen Vorurteilen zusammenstellen kann.


Wetter

Grundsätzlich gilt: "New Zealand is a wet place". Hiervon ausgehend, bedient sich der Neuseeländer der so genannten Wettervorhersage. Diese ist jedoch in Neuseeland rein spekulativ und überdies unverständlich.

Ähnlich wie der Eskimo zweiundvierzig verschiedene Worte für Schnee kennt, werden die Erscheinungsformen des Regens in Neuseeland mit siebenunddreißig Begriffen belegt, die nur dem Neuseeländer geläufig sind. Erklärt er sie jedoch einem Reisenden, so weiß dieser in der Folge nur, dass es regnen wird. Letztlich spielt das aber keine Rolle, da der Neuseeländer dem Wetterbericht sowieso keine Bedeutung zuspricht "just ignore it" und sehr bald auch der Reisende.

Der Reisende kann staunend verfolgen, wie sich die langfristige Wettervorhersage mit zeitlicher Annäherung völlig zwanglos und fließend den tatsächlich herrschenden Verhältnissen anpasst, die natürlich stets regnerisch sind. Jede Vorhersage ist natürlich auch mit Ortsangaben gespickt wie Westcoast, Central Northern Region, Southern Lakes etc. Leider ist der eigene Aufenthaltsort praktisch nie erwähnt, leider ist auch nur selten klar, zu welcher Region das interessierende Gebiet gehört und leider ist auch dem dazu befragten Neuseeländer nur selten klar, wo er sich eigentlich aufhält und welcher Teil der Vorhersage wohl zutreffen könnte.

Stets und sehr bald wird der befragte Neuseeländer ein "big high" ankündigen. Das war auch unmittelbar vor der schlimmsten Regen- & Flutkatastrophe der neuseeländischen Wettergeschichte der Fall, die das Land - natürlich - während unserer Reise unter Wasser setzte.



Der Neuseeländer - als Freizeitmensch

Angeblich ist der Neuseeländer im allgemeinen Adrenalin-trunken und -süchtig, meist auf Neuseeland und daselbst outdoor zu finden. Er wäre ja schön blöd, würde er seine Insel verlassen und nicht jede frei Minute in seiner berauschenden Landschaft verbringen.

"Outdoor-Nation" und "Eine Nation im Freizeittaumel" las ich gar und war gespannt auf die Freizeitkiwis.

Im Lande angekommen fiel mir dann eine Hitliste der beliebtesten Outdoor-Aktivitäten in die Hände. Staunend las ich, dass 37% aller Kiwis in erster Linie Gardening betreiben, zu deutsch also Rasenmähen & Unkrautzupfen. Das wundert wenig, nennt doch fast jeder Kiwi ein Haus mit Garten sein eigen. Bei den Männern tauchen, zwischen Rugby und Taschenkegeln, immerhin short walks auf. Bei den Frauen taucht dagegen gar nichts auf, was mit selbständiger Fortbewegung zu tun hätte.

Tatsächlich fand ich die Trails, Tracks und Walks fast völlig frei von Neuseeländern, geschweige denn von Maoris, die sich grundsätzlich niemals bewegen, weil sie einfach zu dick dazu sind (Hiervon leitet sich der neuseeländische Terminus Doppel-Whopper ab). Nur hie´ und da schleppte sich einer mühsam von seinem Auto zum nahe gelegenen Aussichtspunkt.

Auffällig viele Kiwis nehmen dagegen an Freizeitaktivitäten teil, bei denen man sich faktisch nicht bewegt sondern bewegt wird:

  • Jet-Boating - mit Höllenlärm in raketengleichen Motorbooten durch einstmals idyllische und fischreiche Flußauen jagen (lassen).
  • Bungee-Jumping - man lässt sich einfach fallen und wird später wieder hochgezogen.
  • Rocket-Wireing - man wird auf ein Düsentriebwerk geschnallt und damit an einem Draht im Kreis herum gejagt.
  • Heli-Coptering / Scenic-Flying - man lässt sich dahin fliegen wo früher einmal Ruhe und Einsamkeit waren.
  • Auto-Fahren - jeder Neuseeländer hat einen eigenen Toyota, den er gerne und viel bewegt. Wahre Neuseeländer haben zudem einen vierradgetriebenen Toyota, den sie über einst idyllische und menschenleere Strände jagen.
  • Wellen-Reiten' - ich sah überraschend viele Wellenreiter. Es kostet wohl viel Kraft auf dem Brett zu liegen und auf die richtige Welle zu warten. Kommt die richtige Welle irgendwann, so erhebt man immerhin kurz bzw. stellt sich hin, um sich kurz darauf wieder fallen zu lassen bzw. hinzulegen. Die Popularität dieser Sportart überraschte mich nicht zu sehr.
Bild Do It All


Der Neuseeländer - Als Mitmensch

Neuseeländer lernen den Umgang mit Reisenden aus fernen Ländern augenscheinlich bereits in der Schule. Wie sonst erklärt sich, dass die Verständigung fast immer nach einem festen Schema abläuft.

Neuseeländische Schulkinder werden vermutlich wie folgt instruiert: Triffst du einen Mitmenschen, der aufgrund seiner Kleidung, Rasse, Religionszugehörigkeit, seiner absonderlichen Sprache oder seines seltsamen Verhaltens augenscheinlich ein Reisender ist, so…


Bestens vorgesorgt ist für den Fall, dass der Reisende vom Neuseeländer eine weitergehende Information erfragt, etwa wo etwas ist / wo man übernachten kann / ob es einen Laden gibt / was man hier so machen kann etc., denn für diesen Fall gibt es Broschüren und das nicht zu knapp. Der Reisende muß also nur auf diese verwiesen werden.

Broschüren gibt es über alles & jedes und sie haben eine standardisierte Größe, damit sie in die fast überall platzierten Broschürenständer passen. Leider gerät das Finden der passenden Broschüre, ob des Broschürenterrors, mitunter zum Geduldsspiel - aber Zeit hat der Reisende ja zur Genüge.

Die neuseeländische Sprache

Entgegen mancherlei Behauptungen wird auf Neuseeland nicht englisch gesprochen, sondern maori, neuseeländisch und japanisch. Maori wird ausschließlich von Maori gesprochen, damit keiner versteht, worüber sich die Maoris unterhalten. Das ist deshalb so einfach, weil alle Maoriworte so angelegt sind, dass man sie sich praktisch nicht merken kann.

Man kann ein beliebiges Maoriwort fünfmal lesen und laut aussprechen und wird es doch anschließend nicht wiedergeben können, weil es keinerlei mnemonischen Wert besitzt. Um ganz sicher zu gehen, beginnt fast jedes Wort mit einem W. Eigentlich wäre das alles völlig egal, wenn nicht fast jeder Ort einen Maorinamen tragen würde - der natürlich meist mit W beginnt.

De facto weiß daher der Reisende nie, wo er eigentlich ist (irgendwas mir W) und wo er eigentlich hin will (irgendwas mir W). Dieser Umstand mag hilfreich für die Maori gewesen sein, als sie sich noch mit den frühen Siedlern bekriegten, denn so gut wie gewonnen ist jede Schlacht, zu der die meisten Gegner schlichtweg nicht hinfinden.

Neuseeländisch wird dagegen von fast allen anderen gesprochen. Auf den ersten Blick könnte man die Sprache tatsächlich für englisch halten, wird aber eines Besseren belehrt, sobald man sich englisch zu unterhalten versucht. Tatsächlich liegt das englische dem neuseeländischen lediglich zugrunde. Ein grobe Ahnung der Sprache bekommt man, wenn man einfach alles so ausspricht wie im deutschen - mit einigen Verfeinerungen kommt man dann zu recht ansehlichem Neuseeländisch, also solches das man versteht und das verstanden wird:

Bleibt noch zu erwähnen, dass vor allem in den Städten auch viel japanisch und koreanisch gesprochen wird. Diejenigen Neuseeländer, die sich für diese Sprachen entschieden haben sehen sogar so aus wie Japaner bzw. Koreaner und verhalten sich auch so: Sie bleiben meist unter sich und bewegen sich noch weit weniger als die Maori - man wird sie zu Fuß definitiv niemals mehr als wenige Minuten von einem zu groß geratenen Bus oder außerhalb der Stadt antreffen. Sie lieben es augenscheinlich, mit versteinerter Miene hinter großen, dunklen Busscheiben zu sitzen. Vermutlich wurde hier eine ökologische Nische vortrefflich gefüllt, wimmelt es in den Städten doch von Sushi-Lokalen und dergleichen.

japanisch


"New Zealand is special"

…erfährt der Reisende bei Annäherung an sein Reiseziel bereits im Flugzeug und wird aufgefordert, einen Bogen mit Einreiseformularen auszufüllen. Alle mitgeführten organischen Güter müssen, zwecks Konfiszierung derselben, deklariert werden. Empfindliche Strafen werden angedroht, falls jemand etwa sein Müsli anzugeben vergisst, unter Hinweis auf die bevorstehende Röntgendurchleuchtung des Gepäcks. Bereits dreckige Wanderschuhe gelten als anstössig und jedem Zelt droht die Zwangs-Sterilisation.

Nach einiger Zeit im Lande begreift der Reisende, dass die Sorge um die Zerstörung der neuseeländischen Natur durch eingeschleppte Müslikeime auf dem Trauma der bereits erfolgten, nahezu völligen Zerstörung der neuseeländischen Natur beruht - wenn auch nicht durch Müslikeime.

Tatsächlich stellt Neuseeland heute eine weitgehende Kopie der britischen Inseln dar - baumlos-abgefressene Weideflächen allerorten - und die ursprüngliche Flora und Fauna kann sich nur mit Mühe in einigen Enklaven halten.

Berechtigt ist daher die Sorge, dass ein achtlos weggeworfener deutscher Brühwürfel dem letzten Fettpapagei den Garaus macht!


Nebenstehende Abbildung zeigt den Autor mit einem abgestorbenen Stück der einheimischen Fauna. Ist die Pflanze ein Opfer deutschen Schuhsohlendrecks geworden?


Die untenstehenden Abbildungen zeigen, wie schnell sich aus einem deutschen Müslikeim ein ausgewachsener Müslibaum bilden kann. Die Aufnahmen wurden im Abstand von wenigen Minuten gemacht. Ein einheimischer Farnknöterich hat da kaum eine Chance.



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Die neuseeländische Tierwelt

Am besten lässt sich die neuseeländische Fauna wie folgt untergliedern:
Beginnen wir mit den Schafen. Faktisch haben die Schafe Neuseeland von einem Waldidyll in eine englische Weidelandschaft verwandelt (siehe oben) und zählen somit eigentlich zum Ungeziefer, werden aber nicht so behandelt: Der Neuseeländer hat den Kampf gegen das Schaf schon längst aufgegeben und versucht ihm nun durch die Ausgrenzungsstrategie beizukommen. Wo immer eine Ansammlung von Schafen auftritt, zäunt der Neuseeländer sie einfach ein und beachtet sie dann nicht weiter. Die Geschichte Neuseelands ist eine Geschichte der Territorialverluste an die Schafe, so dass die Zäune heute oft bereits bis an die Ortschaften heranreichen (siehe obige Abbildung).

Ungeziefer werden dagegen aktiv bekämpft und von jedem Neuseeländer leidenschaftlich gehasst. Es handelt sich stets um eingeführte Arten:
Tatsächlich haben die Neuseeländer selbst keinerlei sündige Vergangenheit, denn stets waren´s die bösen Europäer, die das Land einst besiedelten.

Vertraglich gebundene Tiere haben sich verpflichtet, nur an speziellen Orten oder zu speziellen Zeiten vorzukommen. Stets sind sie enorm selten und stets zahlt der Reisende enorm viele Dollars, um mit einem Guide, oder per Boot, Bus, Traktor, Hubschrauber zu ihnen zu gelangen. Kaum ein Reisender, dessen Kasse sich nicht zügig entleert, angesichts von Albatrossen, Pinguinen, Tölpeln, Delfinen oder gar Walen. Als Gegenleistung bekommen die Tiere eine Forschungsstation mit großzügig angelegtem Kassen- und Souvenirbereich vor die Nase gestellt und werden unter Schutz gestellt.

Besonders die Delfine zeigen sich als eifrige Vertragspartner, haben sie doch eigens für den Menschen fliegen gelernt, wie man praktisch jeder Abbildung leicht entnehmen kann.

Imaginäre Tiere sind faktisch keinem Reisenden je zu Gesicht gekommen, da zu selten, zu nachtaktiv, zu scheu oder zu teuer. Hierzu zählt insbesondere der flugunfähige und überaus nachtaktive Kiwi. Zudem das grillenähnliche Rieseninsekt Weta. Wetas bekommt man angeblich beim Suchen von Feuerholz zu Gesicht. Da aber das Entzünden von Feuern fast überall strikt verboten ist (weil die Waldbrandgefahr auch nach wochenlangem Dauerregen stets als erheblich eingestuft wird) hat kaum jemand jemals einen Weta gesehen.

Stabheuschrecke

Zu den imaginären Tieren zählen auch die Stabheuschrecken. Sie imitieren einen Grashalm so perfekt, dass sie praktisch niemals gesehen werden können. Zum Glück haben sie selbst die Wirkungsweise ihrer Tarnung noch nicht ganz begriffen, so dass man diese drolligen Tierchen bisweilen doch erspähen kann.

Zuletzt gibt es noch diejenigen imaginären Tiere, die es tatsächlich überhaupt nicht gibt, vorrangig die Fische. Neuseeland streut in der Welt das Gerücht, eines der letzten Anglerparadiese zu sein. An jeder Straßenecke findet sich auch ein Anglergeschäft oder ein Zeitschriftenladen, in dem Anglerzeitschriften verkauft werden. Diese sind alle recht großformatig, damit die auf dem Titelbild abgebildeten Fische überhaupt abgebildet werden können. Zudem zeigen die allerorten herumliegenden Broschüren Bilder von kleinen Kindern, zerbrechlichen Greisinnen und sogar von Hunden, die stolz einen viel zu grossen Fang vor die Kamera halten. Das alles soll suggerieren, es sei lächerlich einfach, viele und große Fische zu fangen.

Kiwi Die nebenstehende Darstellung zeigt gar einen Kiwi, der stolz mit einer soeben erlegten, riesenhaften Forelle vorbeimarschiert!

Das alles nur, damit der unwissende Tourist eine Angellizenz für ca 45 Euro kauft, nicht wissend, dass es in Neuseeland überhaupt keine Süßwasserfische gibt - nicht einen! Nicht mal einen kleinen!

Das kann ich mit Sicherheit sagen, weil ich, als routinierter Petrijünger (und depperter Käufer einer Angellizenz), ja sonst wohl einen gefangen hätte - oder zumindest gesehen hätte…


Sonstige Tiere sind vor allem die berühmten Keas, verspielt-verfressene, zu groß geratene Bergpapageien. Sie ernähren sich angeblich von Scheibenwischer-Gummi und betteln ansonsten den Touristen ihre Brotzeit ab.

Da wir zu Fuß&Bus, d.h. ohne eigene Scheibenwischer auf der Südinsel unterwegs waren, gedachten wir die Keas mit unserer Brotzeit anzulocken. Hierzu ignorierten wir geflissentlich und erst mal die aufgestellten Verbotsschilder.

Sodann befolgte ich den Rat eines Neuseeländers, "something interesting" zu unternehmen, denn sie wollten ja "fun" haben: Ich ließ eine gefüllte Toastbrottüte mühlradartig am gestreckten Arm kreisen und brüllte dabei so laut ich konnte.

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Wir haben den Kea auch nicht gefüttert, denn er hat sich einfach selbst bedient…




"Relax, this is New Zealand"

...erfuhren wir von einer durchaus verständnisvollen Neuseeländerin. Wie sollten wir Reisende denn auch wissen, dass in Neuseeland alles viel relaxter ist als woanders?
Leicht amüsiert hatte die Dame zuvor vernommen, dass wir uns darum sorgten, ob uns das Wassertaxi auch einen Tag früher als zuvor vereinbart abholen würde. Staunend erfuhren wir, dass das Wassertaxi eh´ jeden Tag kommt und halt so oft hin und her fährt bis jedermann versorgt ist.

Wozu aber…, so fragten wir uns - und trafen damit den Kern der Sache - hatte man uns dann gebeten, terminliche Änderungen telefonisch durchzugeben?

Wieso auch…, so frage ich mich immer noch - interessierte es bei der Abholung dann niemand, wer wir sind und wohl auch nicht, dass am nächsten Tag zwei gebuchte Passagiere fehlten?

Eben weil New Zealand so relaxt ist!

Allerdings - und jetzt bleiben wir beim Kern der Sache - gilt das nur für die Ausführung, nicht aber für die Planung. Niemals wäre es denkbar gewesen, sich einfach so - ohne jede Reservierung - auf den Weg zu machen bzw. in das Wassertaxi zu steigen. Auch für jede Busfahrt, jedes Shuttle gilt eisern: "Reservations essential". Die Fahrer rufen dann auch tatsächlich alle Passagiere namentlich auf und führen akribisch Listen. Fast immer und überall muss im Voraus gebucht und bezahlt werden - per Visa-Karte und mit Buchungsnummer, telefonisch oder über eine Touristeninformation.

So weit, so gut - wenn man nicht auch einfach so einsteigen und bar bezahlen könnte, wenn´s sein muß auch an beliebiger Stelle, indem man den Bus heranwinkt, denn das ist die völlig relaxte Ausführung. Ein Vertreter der Busgesellschaft oder ein Mitarbeiter der Touristeninformation wird dagegen stets bestreiten, dass so etwas möglich sein soll.

Völlig relaxt ist die neuseeländische Regelung für das wilde Campieren: Zelten ist erlaubt, wo es nicht ausdrücklich verboten ist oder privates Land ausgewiesen ist. In Nationalparks gilt die Regelung, dass 500 Meter vom Track entfernt campiert werden kann, sofern das Zelt vom Weg aus nicht gesehen werden kann.

Völlig unrelaxt sieht hier dann aber Ausführung aus, denn…
Silke Wer zum x-ten mal zu einem Strand gefahren oder eine Stichstraße abgefahren ist, um von "No camping!" begrüßt zu werden, der wird diesbezüglich doch recht unrelaxt. Er tut dann genau das, was jeder Neuseeländer insgeheim befürchtet - er ignoriert die Verbote und verzehrt in seinem Zelt große Menge illegal aus Deutschland eingeführten Müslis! Gert


Auch ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, auf vielfältige weitere Verbotsschilder oder lustige prophylaktische Zurechtweisungen zu stoßen. Fast könnte der Eindruck einer gewissen Angespanntheit entstehen, aber so weit wollen wir dann doch nicht gehen.



Schön jedenfalls, dass sich vermutlich eh´ keiner dran hält, denn das ist ja wieder die Ausführung…


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Gert Güntzel - 2004

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